Dienstag, 4. August 2020

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Anders als geplant...wieviel Mal haben wir das dieses Jahr schon gesagt?

Auch für mich ist das Jahr 2020 etwas anders verlaufen als geplant.

Im März wollte ich wie jeden Frühling nach Eritrea.
Doch wegen Corona wurde der humanitäre Einsatz abgesagt...ich war sehr enttäuscht, hatte ich mich so auf die 10 Tage gefreut, obwohl es wegen der vielen Arbeit wenig Schlaf und kaum Freizeit gibt. Aber vor allem traurig war ich und das Team, dass wir den Kindern in diesem Jahr nicht helfen können.

Im April dann ähnlich. Ein Wintersportlager für Kinder und Jugendliche das ich begleitet hätte, wurde auch ein Opfer von Corona.

So hoffte ich auf mein nächstes Projekt im August: zwei Wochen auf der Muttseehütte.
Seit Sonntag bin ich nun hier auf 2501m ü.M.
Scheinbar hatte ich aber das schlechte Wetter mit im Rucksack...zuerst Regen und letzte Nacht kam mit einem ersten Wintereinbruch der Schnee.
Das Hüttenteam ist über die wenigen Gäste und damit etwas ruhigeren Tage nicht unfroh. Können sie so endlich Liegengebliebenes erledigen, etwas durchatmen und Schlaf nachholen.
Ich hätte natürlich ab Tag 1 gerne viele Gäste und damit viel Arbeit gehabt. 

Expect the unexpected...das hab ich in all den humanitären Einsätzen und in meinem Job als Pflegefachfrau gelernt, das scheint auch hier oben zu gelten.

Trotzdem war mir bis jetzt nicht langweilig. Und so hab ich grad die andere Facette des Hüttenalltags kennengelernt.




Ab morgen soll das schöne Wetter zurück kommen und damit bestimmt auch die zahlreichen Gäste!

Ich bin gespannt und freue mich!
Lg aus der Muttseehütte vom Hüttengirl Romy

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