Von Anita
Wir erleben hier auf der Hütte so allerhand und lernen die unglaublichsten Leute kennen - im positiven wie (...selten) auch im negativen Sinn.
Da gibt es jene, die als erstes nach Dusche und WLAN fragen.
Da gibt es jene, die völlig kaputt nachmittags um Vier bei uns ankommen und dann um Sechs die Bahn unten im Kalktrittli noch erwischen müssen.
Da gibt es jene in weissen Sneakers, in (nein, schon wieder LOWA!-)Wanderschuhen, deren Sohlen sich soeben verabschiedet haben und jene mit extrem grossem oder mit gar keinem Gepäck.
Jene, die wissen wo sie sind und jene, die leider gar keine Ahnung haben.
Jene, denen die Höhenangst noch bis zum vierten Schnaps in den Knochen steckt und jene, die sich mal schnell auf dem Vorbeiweg zum Hausstock in kurzen Hosen und Trailschuhen noch ein Milchkaffi und ein Stück Kuchen bei uns auf der Terrasse gönnen.
Es ist so einiges los in den Bergen...
Schön aber sind immer wieder gewisse Begegnungen, die man so nicht erwartet:
Da war einst Walter, der in Begleitung einer blinden Frau bei uns vorbeischaute - völlig unkompliziert und dankbar für die Tipps, die wir ihnen gegeben haben. Oder Toni, der eigentlich wegen der Schneehühner gekommen war und kaum welche sah. Oder Hans, der mit Zweiundsiebzig noch einmal von Elm über den Hausstock kommen wollte und dies dann auch geschafft hat, bei widrigsten Bedingungen notabene.
Schön sind dann auch die Rückmeldungen an uns.
Balsam für unsere Seele.
Genau deshalb lieben wir das, was wir tagtäglich tun. Den ganzen Sommer lang. Vier Monate am Stück.
"Wir möchten uns ganz herzlich bedanken für die Gastfreundschaft, welche wir am letzten Mittwoch mittags bei euch erfahren durften. Ihr Brot, die Suppe und ganz besonders die Nusstorte waren fabelhaft."
"Ich möchte mich bei dir und dem Hüttenteam für die aufgestellte und sehr zuvorkommende Gastfreundschaft ganz herzlich bedanken. Ich bin beeindruckt über eure Arbeit. Ebenfalls haben mich die Coronaanpassungen sehr überzeugt.
Ich bin ja wegen den Alpenschneehühnern zu euch aufgestiegen, weil ich eine Arbeit über diese Rauhfusshühner schreibe. Wie du weisst, war mir das Glück nicht hold... Auf dem Abstieg zum Chalchtrittli sind mir aber noch zwei Hühner begegnet. Immerhin."
"War es in der Muttseehütte die Anstrengung des Tages, die mich nicht richtig schlafen liess, waren es die letzte Nacht zu Hause die Gedanken an die Muttseehütte, an euch. Ich wurde noch nie in einer Hütte so herzlich und umsorgt empfangen, wie in der Muttseehütte. Dafür muss ich mich einfach nochmals recht herzlich bei allen bedanken. Es war einfach schön.
Auf Wiedersehen! Es hat mich so gefreut, euch kennenzulernen."
Riesig gefreut hat uns auch die Mail von Kent Miller, Redaktor und Moderator von Country Radio Switzerland mit den Worten "Ich hoffe, Sie geniessen weiterhin die Musik und das Leben auf dem Berg!"
Und ob wir dies tun :-) Thanks a lot Kent! And thank you for the music!
Und zum Schluss noch ein Schmankerl aus der Sparte Kunterbuntes:
"Können Sie mir Auskunft geben, wann und wo die Jagd bei Ihnen im Monat Oktober stattfindet? Oder können wir uns in diesem Monat bedenkenlos auf die Wanderung zur Muttseehütte hinauf wagen?"
"Im Oktober ist noch Reh- und Steinwildjagd. Mit Blinklicht, Leuchtweste und Trillerpfeife bist du auf der ganz sicheren Seite. Es reicht wohl aber auch, einfach ein schönes Liedchen zu singen oder laut zu pfeifen.
In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Wanderung!"
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