Der Wanderweg von der Muttseehütte via Mörtel zum Limmerensee (oder umgekehrt) hält uns jedes Jahr von Neuem auf Trab. Ist rundherum längst schon alles aper, hängt im Mörtel sicher immer noch Schnee. Und dieser Schnee ist brandgefährlich, weil er auf Felsplatten liegt und man einfach nie weiss, wann er abrutscht. Deshalb bleibt dieser Weg auch immer länger gesperrt als jener vom Kalktrittli via Nüschentäli, Muttenwändli.
Dieses Jahr waren wir am Montag 25. Mai erstmals oben.
Am Montag 22. Juni - bei unserem zweiten Besuch - war Problemschneefeld #1 zwar weg, dafür türmte sich Problemschneefeld #2 nun hartnäckig über dem Weg in die Höhe; steil, pickelhart und unterhöhlt. Drei, vier Meter nur, aber leider kein Durchkommen ohne Pickel und Steigeisen.
Mario und ich pickelten an diesem Nachmittag bis wir Schwielen hatten...
Dass wir danach tagelang kaum mehr Hände waschen, geschweige denn Hände desinfizieren (COVID-19) konnten ohne die Wände hochzugehen, sei ein Detail. Der Nutzen, den wir damit erzielten, war weitaus bedeutender.
Dass wir danach tagelang kaum mehr Hände waschen, geschweige denn Hände desinfizieren (COVID-19) konnten ohne die Wände hochzugehen, sei ein Detail. Der Nutzen, den wir damit erzielten, war weitaus bedeutender.
Am Mittwoch 24. Juni konnten Aurelia und Mario nämlich bereits Stufen ins Eis schlagen und die Ecken und Kanten etwas entschärfen...
...aber oben hing es immer noch ganz schön drin. Also mussten wir den Weg sicher weiterhin gesperrt lassen.Am Donnerstag, dem 25. Juni sagten wir unserem Problemschneefeld #2 aber endgültig den Kampf an: Mit Meissel und Säge machten Mario und ich uns abwechselnd ans Werk und Mario schaffte dann den langersehnten Durchstich.
Nun wussten wir: Lange kann es nicht mehr dauern und der Block wird rutschen. Wir gaben ihm noch höchstens einen Tag.
Als Sabrina und Aurelia heute morgen schauen gingen, hing er zwar noch. Die Sonne konnte nun aber von unten her wärmen und das Schmelzwasser lief schon mächtig. Am Nachmittag war der Block dann tatsächlich gerutscht. Die Gefahr war endlich gebannt!
Ab dann ging wie immer alles ganz schnell: Ich rapportierte alles unserem Wanderwegverantwortlichen der Gemeinde Glarus Süd und bat ihn um die offizielle Freigabe des Wanderweges. Er wiederum hielt kurz mit der KLL AG und der Fachorganisation Glarner Wanderwege Rücksprache und gleich darauf kam auch schon die erfreuliche Meldung "Freigabe ist bewilligt."
Endlich endlich, nach vielen Stunden Aufwand und Arbeit und unzähligen Auskünften und Erklärungen, kann der Wanderweg Muttseehütte-Mörtel-Limmerensee nun offiziell freigegeben werden!
Wir freuen uns!








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